
Sie haben CHF 600’000 Eigenkapital. Jetzt suchen Sie einen Makler, der Ihnen eine rentable Liegenschaft in Basel vermittelt. Das Problem: 267 Agenturen und 412 Makler buhlen um Ihr Mandat. Die meisten versprechen viel. Wenige liefern nachweislich. In meiner Beratungspraxis sehe ich immer wieder dasselbe Muster: Investoren wählen nach Sympathie statt nach Transaktionshistorie. Die Folge? Monate Verzögerung. Tausende Franken verschenkt.
Die 5 Entscheidungskriterien auf einen Blick:
- Transaktionszahlen der letzten 24 Monate prüfen (nicht Gesamtkarriere)
- Bewertungen auf Verifizierungsmerkmale kontrollieren
- Spezialisierung auf Kapitalanlagen nachfragen
- Provision schriftlich verhandeln (2-3% üblich)
- Mandatsvertrag mit Kündigungsklausel fordern
Inhalt dieses Ratgebers
Was einen zuverlässigen Immobilienmakler in Basel wirklich ausmacht
Lassen Sie mich direkt sein: Ein guter Makler ist nicht der Netteste. Es ist der mit den Zahlen. In Basel liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei CHF 11’128 laut aktuellen Marktdaten. Bei einer 100-m²-Wohnung sprechen wir von über einer Million Franken. Wollen Sie diese Summe jemandem anvertrauen, der bloss sympathisch wirkt?
Was mir bei Investoren immer wieder auffällt: Sie stellen die falschen Fragen. Statt „Wie viele Transaktionen haben Sie in Basel abgeschlossen?“ fragen sie „Wie lange sind Sie schon im Geschäft?“ – Das eine ist messbar. Das andere ist Marketing.
Welcher Maklertyp passt zu Ihrer Investitionsstrategie?
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Erstinvestor mit Sicherheitsbedürfnis:
Wählen Sie eine etablierte Agentur mit über 30 Jahren Erfahrung. Beispiel: Peter Stalder Immobilien mit 30 Jahren im Basler Markt.
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Erfahrener Investor mit eigenem Netzwerk:
Ein unabhängiger Makler mit Spezialisierung auf Renditeliegenschaften passt besser. Prüfen Sie dessen lokale Transaktionszahlen.
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Zeitknapper Investor:
Full-Service-Agenturen mit eigenem Analyseteam übernehmen Marktrecherche und Besichtigungen komplett.
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Renditeorientierter Investor:
Fokussieren Sie auf Top-Performer nach Transaktionszahlen. In Basel führt aktuell ein Makler mit 14 lokalen Transaktionen in 24 Monaten.
Meine klare Empfehlung: Transaktionszahlen vor Sympathie. Ein Makler mit 10+ Abschlüssen in Basel weiss, was der Markt hergibt. Er kennt die Preise im Gundeli anders als im Bruderholz. Er weiss, welche Liegenschaften in Kleinbasel Rendite bringen und welche nicht.

Transaktionshistorie, Bewertungen und Spezialisierung prüfen
In meiner Beratungspraxis im Grossraum Basel beobachte ich regelmässig, dass Investoren Makler nach Bauchgefühl auswählen statt nach nachweisbaren Transaktionen. Die Folge: Verkaufsprozesse ziehen sich oft 2-3 Monate länger als nötig. Diese Beobachtung ist auf mein Tätigkeitsgebiet beschränkt und kann je nach Preissegment und Marktlage variieren.
Transaktionszahlen richtig interpretieren
14 Transaktionen in 24 Monaten. Ist das viel? Für Basel: ja. Der aktuell führende Makler in der Region hat genau diese Zahl erreicht. Aber Vorsicht: Nationale Zahlen sind nicht gleich lokale Zahlen. Ein Makler mit 26 Transaktionen schweizweit, aber nur 3 in Basel, kennt möglicherweise die Quartiere Iselin oder St. Johann nicht so gut wie jemand mit 7 rein lokalen Abschlüssen.
Fragen Sie konkret: „Wie viele Liegenschaften haben Sie in den letzten 24 Monaten im Kanton Basel-Stadt vermittelt?“ Wenn Sie Immobilienmakler in Basel vergleichen, achten Sie auf die Unterscheidung zwischen lokalen und nationalen Transaktionen.
Bewertungen verifizieren: Echt oder gekauft?
Eine 5.0-Bewertung mit nur einem Avis? Skeptisch bleiben. 85 Bewertungen mit 4.9? Deutlich aussagekräftiger. Der häufigste Fehler, den ich sehe: Investoren lesen die Durchschnittsnote, nicht die Anzahl der Bewertungen.
Warnsignale bei Maklerbewertungen:
- Alle Bewertungen innerhalb weniger Tage abgegeben
- Nur Vornamen ohne weitere Details
- Identischer Textaufbau bei verschiedenen Rezensionen
- Keine verifizierten Kaufabschlüsse als Referenz
Suchen Sie nach dem Hinweis „Verifizierte Bewertung“. Das bedeutet: Die bewertende Person hat tatsächlich eine Transaktion mit diesem Makler abgeschlossen.
Spezialisierung auf Kapitalanlagen: Warum das zählt
Ein Makler, der hauptsächlich Eigenheime für Familien verkauft, denkt anders als einer, der Renditeliegenschaften vermittelt. Der Unterschied? Beim Eigenheim zählt Emotion. Bei der Kapitalanlage zählt Cashflow.
Aus meiner Erfahrung mit Basler Maklern: Die wenigsten sind wirklich auf Investoren spezialisiert. Die meisten bedienen alle Segmente. Das ist nicht per se schlecht – aber Sie sollten nachfragen: „Wie viele Ihrer Transaktionen waren Renditeliegenschaften?“ Wenn die Antwort unter 30% liegt, fehlt möglicherweise die nötige Expertise für Mietrendite-Berechnungen.

So vergleichen Sie Makler in Basel systematisch
Genug Theorie. Hier eine Methode, die funktioniert. Bei Mandanten, die ich begleitet habe, zeigt sich: Wer strukturiert vergleicht, trifft bessere Entscheidungen. Die übliche Maklerprovision in der Schweiz liegt zwischen 2% und 3% des Verkaufspreises. Bei einer Liegenschaft für CHF 1.2M sprechen wir von CHF 24’000 bis 36’000. Dieses Geld sollte gut investiert sein.
| Makler | Transaktionen Basel | Ø Verkaufspreis | Bewertung | Erfahrung |
|---|---|---|---|---|
| Top-Performer lokal | 14 | CHF 1.1M | 5.0/5 | k.A. |
| Etablierte Agentur | 7 | CHF 1.3M | k.A. | 30 Jahre |
| Hohe Bewertungszahl | 3 | CHF 1.4M | 4.9/5 (85 Avis) | 11 Jahre |
| National stark | 6 | CHF 1.1M | 5.0/5 (27 Avis) | 39 Jahre |
Die Preisspanne der Top-Makler in Basel reicht von CHF 865’000 bis CHF 1’400’000 durchschnittlicher Verkaufspreis. Wenn Sie im Segment über CHF 1M suchen, macht ein Makler mit entsprechender Erfahrung Sinn. Für kleinere Objekte gibt es Spezialisten im günstigeren Segment.
Wer seine Renditen für Immobilieninvestitionen optimieren möchte, sollte nicht nur den Kaufpreis, sondern auch die Mietrendite-Expertise des Maklers prüfen.
Vor dem Maklertermin zu klären
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Transaktionszahlen Basel (nicht Schweiz) der letzten 24 Monate erfragen -
Anteil Renditeliegenschaften an Gesamttransaktionen klären -
Provisionssatz schriftlich bestätigen lassen (2-3% üblich) -
Kündigungsklausel im Mandatsvertrag prüfen -
Referenzen von früheren Investoren-Mandanten verlangen
Diese Fehler kosten Investoren Geld und Zeit
Soyons clairs: Nicht jeder Fehler ist teuer. Aber einige schon. Ich denke an einen Mandanten, den ich 2024 begleitet habe – Markus, 52 Jahre, Informatiker mit kleinem Mehrfamilienhausportfolio. Er wollte eine Renditewohnung im Gundeli-Quartier kaufen.
Fallbeispiel: Falsche Renditeberechnungen im Gundeli
J’ai accompagné Markus bei seiner Suche. Der Makler, den er ursprünglich gewählt hatte, war nicht auf Kapitalanlagen spezialisiert. Die Folge: Die Mieteinnahmen wurden um 15% überschätzt. Der Kaufpreis erschien attraktiv – war es aber nicht. Erst nach Prüfung durch einen unabhängigen Berater wurde der Fehler entdeckt. Markus konnte den Kaufpreis nachverhandeln, aber der Prozess kostete zwei Monate und viel Nerven.
Warnsignale bei Maklergesprächen:
- Makler kann keine Transaktionshistorie für Basel nachweisen
- Exklusivmandat ohne Kündigungsklausel vorgelegt
- Renditeversprechen ohne nachvollziehbare Datengrundlage
- Druck zur schnellen Entscheidung („Das Objekt ist morgen weg“)
- Doppelmaklertätigkeit ohne transparente Offenlegung
Bei Doppelmaklertätigkeit vertritt ein Makler sowohl Käufer als auch Verkäufer. Das ist in der Schweiz legal – aber Sie sollten wissen, dass Interessenkonflikte entstehen können. Fragen Sie direkt: „Vertreten Sie auch die Verkäuferseite?“
Wichtig zu wissen: Die neue Geldwäschereigesetzgebung tritt im zweiten Halbjahr 2026 in Kraft. Immobilienmakler müssen sich dann einer FINMA-anerkannten Selbstregulierungsorganisation anschliessen. Das bedeutet mehr Kontrolle – und tendenziell mehr Professionalität in der Branche.
Ihre Fragen zur Maklerwahl bei Investitionen
Wie hoch ist die übliche Maklerprovision in Basel?
Die Provision ist in der Schweiz frei verhandelbar. Üblich sind 2% bis 3% des Verkaufspreises. Bei einer Liegenschaft für CHF 1M entspricht das CHF 20’000 bis 30’000. Die Provision wird nur bei erfolgreichem Vertragsabschluss fällig. Gerichte können gemäss Art. 417 OR unverhältnismässig hohe Provisionen herabsetzen.
Sind mehr Transaktionen immer ein gutes Zeichen?
Nicht unbedingt. Entscheidend ist die lokale Transaktionszahl. Ein Makler mit 26 Transaktionen schweizweit, aber nur 3 in Basel, kennt den lokalen Markt möglicherweise schlechter als einer mit 7 rein Basler Abschlüssen. Fragen Sie immer nach der regionalen Aufteilung.
Brauche ich einen Makler oder kann ich selbst kaufen?
Das hängt von Ihrer Zeit und Expertise ab. Ein guter Makler rechtfertigt seine Provision durch Verhandlungsgeschick, Marktkenntnis und Zeitersparnis. Wenn Sie weniger als 10 Stunden pro Woche für die Suche aufwenden können, macht Delegation Sinn. Bei Kapitalanlagen ist Fachkenntnis in Renditeberechnung besonders wertvoll.
Woran erkenne ich einen auf Kapitalanlagen spezialisierten Makler?
Fragen Sie nach dem Anteil Renditeliegenschaften an den Gesamttransaktionen. Spezialisierte Makler sprechen von Bruttorendite, Nettomietrendite und Cashflow – nicht nur von Quadratmeterpreisen. Laut Schweizerischer Maklerkammer verfügen zertifizierte Makler über fundierte Aus- und Weiterbildung.
Was sollte im Maklervertrag stehen?
Achten Sie auf: Provisionshöhe und Zahlungszeitpunkt, Laufzeit des Mandats, Kündigungsklausel mit angemessener Frist, Definition der Exklusivität (falls vereinbart), und klare Regelung bei Doppelmaklertätigkeit. Ein seriöser Makler erklärt alle Klauseln transparent.
Ihr nächster Schritt
Die Maklerwahl ist keine Wissenschaft. Aber sie erfordert Methode. Hier ist mein Rat für die kommenden Wochen:
- Diese Woche: Erstgespräche mit 2-3 Maklern vereinbaren und Transaktionszahlen erfragen
- Nächste Woche: Referenzen prüfen, Bewertungen auf Verifizierung kontrollieren
- Woche 3-4: Mandatsvertrag verhandeln, Kündigungsklausel einfordern
Die Frage, die Sie sich stellen sollten: Welcher Makler kann nachweisen, dass er den Basler Markt kennt – nicht bloss behaupten? Die Antwort finden Sie in den Zahlen.
Hinweise zur Maklerwahl bei Investitionen
Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Beratung durch einen Finanz- oder Immobilienexperten. Provisionen und Gebühren variieren je nach Makler und Verhandlung. Transaktionszahlen und Bewertungen können sich ändern und sollten aktuell geprüft werden.
Risiken zu beachten: Überhöhte Provision bei unklaren Vertragsklauseln, mangelnde Marktkenntnis bei überregional tätigen Maklern, Interessenkonflikte bei Doppelmaklertätigkeit.
Bei Unsicherheiten wenden Sie sich an den Schweizerischer Verband der Immobilienwirtschaft (SVIT) oder einen unabhängigen Immobilienberater.